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Methode Systematische Wiederverwendung erfordert einen methodischen Ansatz. Copy-n-Paste ist keine Lösung, da die Vielzahl der Kopien bald unüberblickbar ist, die Kopien ein Eigenleben entwickeln und niemand mehr erkennen kann, wo es überall Kopien gibt. Die Merkmalmodellierung bietet Methoden, um innerhalb der Entwicklung einer Produktlinie Variabilität systematisch darzustellen und zu beherrschen.
Eine Produktlinie ist eine Menge von Produkten mit gemeinsamen Eigenschaften aber unterschiedlichen Ausprägungen dieser Eigenschaften. Die Ausprägungen der Eigenschaften werden Merkmale genannt. Diese Merkmale aller Produkte der Produktlinie werden in einem Modell erfasst. Die Beziehungen zwischen den Merkmalen legen fest, welche Merkmale variieren können und wie die Ausprägungen aussehen. Die Menge der Merkmale und die Beziehungen zwischen den Merkmalen bilden gemeinsam das Merkmalmodell. Die Merkmale haben unterschiedliche Bedeutung in der Produktlinie. Es werden folgende Merkmale unterschieden:
Zusätzlich können zwischen beliebigen Merkmalen Ausschluss- und Implikationsbeziehungen modelliert werden. Ein Beispiel für ein Merkmalmodell zeigt die folgende Abbildung. Die Modellierung der Beziehungen zwischen den Merkmalen erlaubt eine automatische Konsistenzprüfung des Modells. Mit der automatischen Konsistenzprüfung lassen sich Defizite im Modell schnell erkennen und beheben. Ein konsistentes Merkmalmodell stellt sicher, dass nur solche Varianten erstellt werden, die auch herstellbar sind. Durch Auswählen oder Ausschließen einzelner Merkmale werden aus dem Merkmalmodell verschiedene Varianten abgeleitet. Die Konsistenzprüfung für die Varianten stellt sicher, dass alle notwendigen Merkmale ausgewählt sind und keine widersprüchlichen Auswahlen getroffen wurden.
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